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21.05.2002: Produktionsnotizen 19 - `Peter Lamont - Produktionsdesigner´

Wenn Sie jemals einen Bond-Film gesehen haben, dann wissen Sie, wie wichtig die Arbeit des Produktionsdesigners ist. Er und sein Team sind für die spektakulären Szenenbilder und unglaublichen Drehorte verantwortlich, die 007 über die Jahre besucht hat.

Peter Lamont begann seine Arbeit für die Bond-Serie als Konstruktionszeichner bei `Goldfinger´. Seinen Einstand als Produktionsdesigner gab er bei `In tödlicher Mission´. Er arbeitete für alle darauffolgenden Filme, mit der Ausnahme von `Der Morgen stirbt nie´, bei dem er pausierte, um sich den Oscar für “Titanic” zu verdienen.

“Man startet wortwörtlich mit einem leeren Stück Papier und dann entwickelt es sich einfach”.

Und wie es sich entwickelt hat – zu einer riesigen Anzahl an Szenenbildern und Drehorten, die das Art Department scheinbar mühelos meistert. Dabei sind Peter Lamont und sein Team so umtriebig wie eh und je, um neue Ideen auf die Leinwand zu bringen.

“Wir wollen Dinge zeigen, die man vorher so noch nicht gesehen hat. Und wenn wir etwas absolut Einzigartiges und Neues auf die Leinwand bringen können, kommt das natürlich dem gesamten Film zugute.”

Jedes Detail ist wichtig. Nehmen Sie die Farben der Autos. Vielleicht können Sie aus meinen früheren Berichten daran erinnern, dass `Zaos´ Jaguar in einem besonders lebhaften Grün lackiert ist.

Diese Entscheidung war nicht einfach. Viele andere Farben wurden geprüft und mit der des Aston Martin abgestimmt.

“Dies ist das Jaguar Rennwagen-Grün und es passt hervorragend zur Farbe des Eises. Jaguar hat sich große Mühe gegeben, dass der Wagen auf Grand Prix-Veranstaltungen gut aussieht. Und das tut er in der Tat.”

  

Erst wenn man den Wagen in Island auf dem gefrorenen Eis sieht, erkennt man die Bedeutung der Entscheidung, die schon Wochen vorher in England getroffen wurde.

Peter unterstreicht immer wieder, wie wichtig es ist, gute Leute im Team zu haben.

“Ich bin nur so gut, wie das Team um mich herum”.

Das trifft auch für die anderen Abteilungen zu, mit denen er zusammen arbeitet. Egal wie gut das Art Department seinen Job macht, würde alles schrecklich aussehen, wenn es der Kameramann nicht ins rechte Licht rückt. Glücklicherweise müssen wir uns bei diesem Film darüber keine Sorgen machen, liegt das doch alles in den sicheren Händen von David Tattersall.

  

Peter hat zum Beispiel ein Szenenbild gebaut, das der Kulisse des realen Eden Projekt entspricht. Äußerlich gleicht eines dem anderen. Aber war es möglich, das Licht, das sich in den Wänden der Kuppel des echten Eden Projekt bricht, auf Bühne E in den Pinewood Studios realistisch nachzuempfinden?

“Das Eden Projekt sieht einfach spektakulär aus. Und bei dem nachgebauten Szenenbild merkt man schnell, dass David Tattersall bei der Beleuchtung einen unglaublich guten Job gemacht hat.”

Damit Peter sicher gehen kann, dass das gesamte Produktionsteam den Aufbau des Szenenbilds versteht, werden Modelle gebaut.

“Ich bevorzuge es, mit Modellen zu arbeiten, damit wir uns alles dreidimensional ansehen können. Wir haben eine kleine Kamera in der Größe eines Lippenstifts. Als wir das Modell des Eispalastes gebaut hatten, war sie eine große Hilfe für den Regisseur. Er kam hinein und konnte es sich in 3-D anschauen.”

Und das Resultat dessen, was er sah, werden wir uns an einem anderen Tag betrachten…

Bis zum nächsten Mal.


Yarborough


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