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1.12.02: Deutscher Geheimdienst startet Handel mit Fan-Artikeln
München (dpa) - Mit dem Vertrieb von «Fan-Artikeln» hat der Bundesnachrichtendienst (BND) ein neues Einsatzgebiet entdeckt. Für Freunde von hautnahem James-Bond-Gefühl bietet der für die Auslandsaufklärung zuständige Geheimdienst BND Herrenunterhosen an - mit der Aufschrift «Bundesnachrichtendienst» sowie einem der Verschlussgrade: «Amtlich geheim gehalten», «Verschlusssache» oder «Nur für den Dienstgebrauch». T-Shirts, Schals, Krawatten und Blousons mit dem BND-Logo runden das Angebot ab, bestätigte eine BND-Sprecherin einen Bericht des Magazins «Stern».
Der Vertrieb von «Fan-Artikeln» soll den Pullacher «Schlapphüten» zu einem besseren Image verhelfen. Bisher gibt es die Artikel nur für BND-Mitarbeiter in der Kantine der Geheimdienstzentrale in Pullach bei München. Ein für die Öffentlichkeit zugänglicher BND-Shop soll jedoch im kommenden Jahr in Berlin eröffnet werden. Im Angebot sind auch Mützen, Badelaken, Taschenmesser, Golfbälle, Gläser und andere Artikel mit dem Bundesadler und der Aufschrift «Bundesnachrichtendienst».
Die Idee zur besseren Imagepflege stamme von BND-Präsident August Hanning höchstpersönlich, hieß es. Er habe sich von entsprechenden Aktionen der Geheimdienste in den USA inspirieren lassen. Hanning trage selbst gerne die Hauskrawatte, in deren Stoff das Kürzel BND dezent eingewebt sei.
Intern gibt es die BND-Artikel schon seit Juni 2000. Renner in diesem Jahr war der Schoko-Adventskalender mit BND-Logo. «Auch die Unterhosen gehen hervorragend», sagte eine BND-Sprecherin. Vergleichbare Damenslips gebe es nicht. «Wir sind ja kein Konfektionshaus», betonte die Sprecherin.
Der neue BND-Shop soll voraussichtlich im Herbst 2003 in Berlin im Gardeschützenweg den Verkauf starten. Er entsteht im Rahmen eines Besucherzentrums, das über die Aufgaben des BND informieren soll. Das Zentrum gehört zum neuen Domizil der BND- Abteilung 3, das am Gardeschützenweg in einer alten Kaserne entsteht. Der BND wolle mit seinen Artikeln keinen Gewinn erzielen, betonte die Behördensprecherin. «Aber viele Menschen, die zu uns kommen, möchten etwas vom BND mitnehmen.»
Mehr Informationen über den deutschen Auslandsgeheimdienst gibt auf der BND-Homepage.
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