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10.9.02: FreeTV-Premiere von TWINE sorgt für Streit
 Duell-Mit-Moderatorin Maybritt Illner und ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender
Hamburg (dpa) - ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender hat dem Privatsender ProSieben vorgeworfen, mit einem zeitgleich zum TV-Duell ausgestrahlten James-Bond-Film am Sonntagabend eine «klare Vereinbarung» gebrochen zu haben. «Es war abgemacht, das TV-Duell nicht mit einem herausragenden Gegenprogramm zu attackieren», sagte Brender dem Berliner «Tagesspiegel».
Die deutsche TV-Premiere des James-Bond-Streifens `Die Welt ist nicht genug´ mit Pierce Brosnan lockte über sechs Millionen Zuschauer an, darunter vor allem junge Menschen. Das TV-Duell bei ARD und ZDF verfolgten 15,26 Millionen, davon allerdings nur 4,36 Millionen beim ZDF.
ProSieben-Geschäftsführer Nikolas Paalzow wies am Dienstag den Vorwurf Brenders zurück und sagte der dpa, ProSieben habe jeden Sonntag einen «hochwertigen Spielfilm» im Programm. Es sei lediglich zwischen den Sendern verabredet worden, «keine außergewöhnliche Programmierung» gegen das TV-Duell zu setzen. Das ZDF zeige sich als «schlechter Verlierer», meinte Paalzow weiter. Die ARD habe das TV- Duell im Gegensatz zum Mainzer Sender viel besser vorprogrammiert.
Dass die Zuschauer die ARD beim TV-Duell klar bevorzugten, führte Brender auf «die alte Erfahrung zurück, dass bei paralleler Ausstrahlung eines Programms die ARD von der Gnade des ersten Knopfs profitiert. Ansonsten haben wir bei Wahlsendungen die Nase vorn», meinte der ZDF-Chefredakteur.
Quelle: web.de
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