|
12.12.01: Roger Moore ruft zum Kampf gegen Kinderprostitution auf
Berlin (Reuters) - Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hat an die Staatengemeinschaft appelliert, den Kampf gegen Kinderprostitution und Kinderhandel zu verstärken. "Bei sexueller Ausbeutung von Kindern handelt es sich um eine der schlimmsten Menschrechtsverletzungen", sagte Dietrich Garlichs, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland am Mittwoch in Berlin. Vor dem zweiten Weltkongress gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern ab kommenden Montag im japanischen Yokohama rief auch der Schauspieler und UNICEF-Botschafter Roger Moore zu größerer Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit bei dem Thema auf: "Kinder sind keine Objekte, die man kaufen oder verkaufen kann."
Jeder müsse wissen, dass es sich bei Kinderprostitution und Kinderpornografie um Verbrechen handele, sagte der ehemalige James Bond-Darsteller Moore, der seit 1991 Sonderbotschafter von UNICEF ist. Nach UNICEF-Schätzungen setzen Verbrecherringe mit Kinderprostitution und Kinderpornografie jährlich weltweit mehr als elf Milliarden Mark um. Da es sich um ein illegales Geschäft handele, seien aber keine genauen Zahlen verfügbar, sagte Garlichs. UNICEF geht von weltweit jährlich mehreren Millionen neuen Fällen von Kinderprostitution vor allem in Entwicklungsländern aus. In Deutschland gebe es wohl eine große Grauziffer, die jedoch schwierig aufzudecken sei, sagte Garlichs.
Quelle: Yahoo.de
|