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Die Regisseure der James Bond-Filme

John Glen

Regisseur von `In tödlicher Mission´, `Octopussy´, `Im Angesicht des Todes´, `Der Hauch des Todes´ und `Lizenz zum Töten´

John Glen, geboren 1932 in England, gehörte 20 Jahre zum festen Stamm der Bondcrew. Glenn begann 1969 bei `Im Geheimdienst ihrer Majestät´ als Cutter und Regisseur des zweiten Aufnahmeteams. 1981 stieg John Glen schließlich zum Regisseur von `In tödlicher Mission´ auf.

Glen produzierte vor Bond verschiedene Fernsehsendungen, wie z.B. “Danger Man” und “Man in a Suitcase” und machte damit bei Bond von sich reden.

1947 hatte Glen angefangen beim Film zu arbeiten – als Cutter-Assistent bei dem Film “Der dritte Mann”. Mit der Zeit stieg er zum Sound Editor auf und

 anschießend zum Regisseur des Zweiten Aufnahmeteams. Seine Arbeit 1980 für `In tödlicher Mission´ begann er aufgrund einer vierseitigen Inhaltsangabe des Films. Zusammen mit den Drehbuchautoren Maibaum und Wilson fügte er Actionszenen ein und überprüften alle bisher abgelehnten Vorschläge für Verfolgungsjagden, ob sie davon nicht die eine oder andere mitverwerten könnten. Das Kielholen z.B. hatte man früher bereits einmal geplant, aber wieder verworfen und so entschloss man, es für `In tödlicher Mission´ wieder aufzugreifen. Nach `In tödlicher Mission´ folgten vier weitere Bond-Streifen. Mit fünf Filmen hat Glen bis jetzt von allen Regisseuren am meisten Filme inszeniert. Für seine ruhige Art bei den Dreharbeiten gab ihm das Team den Namen `Mr. Calm´.


Irvin Kershner

Regisseur von `Sag niemals nie´

Irvin Kershner wurde 1923 in Philadelphia geboren und arbeitete 1966 zum ersten Mal mit Sean Connery zusammen (“Simson ist nicht zu schlagen”). In späteren Jahren drehte Kershner erfolgreiche Filme wie z.B. “Das Imperium schlägt zurück” und “Robocop2”.

Als Jack Schwartzmann `Sag niemals nie´ produzieren wollte, bekundigte Kershner sofort sein Interesse an der Regie zu dem Film. Im Nachhinein bereute er dies allerdings ein wenig, da er die Dreharbeiten als sehr ermüdend und anstrengend empfand.

Zu Beginn de Arbeiten zu `Sag niemals nie´ las er sich den Originalroman von Ian Fleming durch und ah sich alte Bondfilme an, strich sie wieder aus einem Gedächtnis und begann `Sag niemals nie´, als hätte es nie James Bond-Filme vorher gegeben. Kershner bezeichnete `Sag niemals nie´ deshalb auch nicht als Remake von `Feuerball´, sondern als “Re-Interpretation”. Für Sean Connery hatte Kershner nichts als Lob übrig und hob dessen Professionalität hervor.


Martin Campbell

Regisseur von `Goldeneye´

Der Regisseur von Goldeneye, Martin Cambpell, stammt ursprünglich aus Neuseeland, er zog aber 1966 nach England. Seine Karriere begann er als Videokameramann, später arbeitete er als Produzent und Regisseur. Campbells Film “Flucht aus Absolom” machte die Bondproduzenten auf ihn aufmerksam, da er, wie sie meinten, sich mit diesem Film im Action-Genre bewiesen hatte. Campbell war der Meinung, dass die letzten drei Bondstreifen vor ihm “fürchterlich altmodisch” und die Leistungen von Timothy Dalton “nicht überzeugend” waren. Des weiteren seien die Storys nicht gelungen und das Zusammenspiel der Darsteller schlecht gewesen. Martin Campbell war nur

unter der Bedingung bereit, `Goldeneye´ zu drehen, wenn man seine Verbesserungsvorschläge akzeptieren würde und er seine eigene Crew mitbringen dürfe. Unter seiner Regie sollte Bond mehr Aktualität und Phantasie verkörpern. Als Vorbild für die Schlägereien nutzte er die berühmte Schlägerei im “Orient Express” aus `Liebesgrüße aus Moskau´, in der Sean Connery und Robert Shaw erbittert miteinander kämpfen – diese Szene gilt heute als berühmteste Schlägerei in einem Zug!
Für seine Neuerungen an der Figur James Bond007 setzte Campbell gleich vier Drehbuchautoren ein. Die Bondproduzenten boten ihm nach `Goldeneye´ einen weiteren Film an, doch Campbell lehnte mit der Begründung ab, er könnte einen weiteren Bond nicht besser machen.


Roger Spottiswode

Regisseur von `Der Morgen stirbt nie´

Roger Spottiswode, geboren 1947 in England, begann seine Filmlaufbahn im Alter von 19 Jahren als Schnittassistent bei der Komödie “Georgy Girl”. Bevor er 1980 seinen ersten eigenen Film inszenieren konnte (“Monster im Nachtexpress”), wirkte er noch  an zahlreichen Dokumentar- und Fernsehfilmen mit, z.B. als Cutter für “Wer Gewalt sät”.
Einen James Bond drehen zu dürfen (`Der Morgen stirbt nie´), bedeutete ihm ein großes Privileg: “Man kann mehr erschaffen, als man jemals geschaffen hat”


Michael Apted

Regisseur von `Die Welt ist nicht genug´

Michael Apted wurde am 10. Februar 1941 im englischen Aylesbury geboren, studierte Jura und Geschichte in Cambridge und begann schließlich in der Dokumentarfilmabteilung von “Granada Television”. Bekannt wurde durch eine Dokumentation über englische Kinder und als Reporter für die Serie “World in Action”. Sein Kinodebüt gab er 1972 mit “Das dreifache Echo”. Es folgten Arbeiten in unterschiedlichen Genres, etwa “Das Geheimnis der Agatha Christie” mit Timothy Dalton, “Gorillas im Nebel”, “Gorky Park”, “Das Gesetz der Macht” und “Nell”. Für das Bond-Abenteuer sagte Apted die Regie des Films “Enigma” ab und brachte eine Drehbuchautorin von seinem vorherigen Film “Blink” mit.


Lee Tamahori

Regisseur von `Bond20´

Gleich mit seinem Debütfilm machte der Neuseeländer Lee Tamahori die Branche auf sich aufmerksam. Das Drama “Once Were Warriors” (“Die letzte Kriegerin”) nach dem gleichnamigen Bestseller von Alan Duff wurde auf Anhieb der erfolgreichste neuseeländische Film aller Zeiten und plazierte sich in den nationalen Charts noch vor “Jurassic Park”. Das packende Drama über eine Maori-Familie, die an der sozialen Realität zerbricht, wurde weltweit auf Festivals ausgezeichnet, u.a. in Durban, Montreal, Venedig, Hawaii, Fantasporto (Portugal), Rotterdam und Santa Barbara.
Lee Tamahori, Sohn eines Maori und einer Europäerin, hat sich selbst einmal als klassischen Mischling bezeichnet. Seit Ende der 70er Jahre arbeitete er als Tontechniker und ab Anfang der 80er Jahre als Regieassistent. In den vergangenen zehn Jahren hat er zudem über hundert Werbespots gedreht und wurde damit ein hochdekorierter und gefragter Werberegisseur. Für seine Spots bekam er u.a. den Mobius (USA), den Facts (Australien) und den Axis (Neuseeland).
Tamahori drehte zuzletzt “Along came a Spider” (“Im Netz de Spinne”).

Quelle: Die Filmemacher


Die Regisseure der James Bond-Filme
James Bond jagt Dr.NO (1962) Terence Young
Liebesgrüße aus Moskau (1963) Terence Young
Goldfinger (1964) Guy Hamilton
Feuerball (1965) Terence Young
Man lebt nur zweimal (1967) Lewis Gilbert
Im Geheimdienst ihrer Majestät (1969) Peter Hunt
Diamantenfieber (1971) Guy Hamilton
Leben und sterben lassen (1973) Guy Hamilton
Der Mann mit dem goldenen Colt (1974) Guy Hamilton
Der Spion, der mich liebte (1977) Lewis Gilbert
Moonraker (1979) Lewis Gilbert
In tödlicher Mission (1981) John Glen
Octopussy (1983) John Glen
Sag niemals nie Irvin Kershner
Im Angesicht des Todes (1985) John Glen
Der Hauch des Todes (1987) John Glen
Lizenz zum Töten (1989) John Glen
Goldeneye (1995) Martin Campbell
Der Morgen stirbt nie (1997) Roger Spottiswode
Die Welt ist nicht genug (1999) Michael Apted
Bond20 (2002) Lee Tamahori
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